Mutter-Tochter-Beziehung Leider haben nur wenige Töchter ein ungetrübtes inniges Verhältnis zu ihren Müttern. Denn der Großteil der Töchter möchte auf keinen Fall so werden wie die eigene Mutter. Diese Furcht der Mutter ähnlich zu werden, nennt man Matrophobie. Denn ab einen gewissen Punkt - aller spätestens in der Pubertät müssen Töchter gegen die Mütter rebellieren. Somit finden die Töchter ihre eigene Identität und können zu ihren „Ich" finden. Mütter und Töchter haben ein Idealbild, wie eine Beziehung aussehen sollte. Geprägt von Vertrauen, Seelenverwandtschaft, Freundschaft, gegenseitigem Respekt bleibt dieses Idealbild allerdings das, was es ist - eben ein Ideal. Die Realität der Beziehung sieht ganz anders aus. Sie ist eher von Neid, Missgunst und Rivalität geprägt. In den ersten Jahren ist die Welt von Mutter und Tochter noch in Ordnung. Mutter ist ein Vorbild, wird nachgeahmt und verehrt. Die Mutter hat noch die Führung über das kleine Mädchen. Natürlich geht es auch darum, geliebt zu werden. Je mehr ein Mensch ähnelt, desto größer ist die Sympathie. Doch die Mutter ist nicht nur Vorbild, sondern eben auch Reibungspunkt. Kein Wunder, denn mit einer Tochter hat die Mutter die „eigene Rivalin ins Haus geholt". Auch Töchter empfinden Mütter unbewusst als Rivalin. Je älter Töchter werden und der Wunsch nach eigener Identität aufkommt, desto größer werden die Reibungspunkte zwischen Mutter und Tochter. Die Jüngere entgleitet der Älteren, wird zu einem vermeintlich unberechenbaren Faktor. Mütter sollten sich dieses Aspektes der Rivalität bewusst sein, nur so können sie tatsächlich auch die eigenen Emotionen im Umgang mit den rebellierenden Töchtern meistern. |