Die Beziehung zwischen Müttern und Söhnen
„Keine liebt mich so wie Mama...", „Alle Frauen sind S..., außer Mama!"...dies sind Sprüche die jeder kennt. Oft im Scherz dahingesagt, steckt jedoch wesentlich mehr hinter der Fassade dieser Floskeln.
Die Literatur ist voll von Mutter - Sohn - Beziehungen, meist dramatischer Art. Die Mutter als Übermensch, als Göttin, verehrungswürdig und gerade in dieser Position meist zerstörerisch für den Sohn.
Die Auswirkungen der Mutter-Sohn-Beziehung ist oft sehr innig - aber leider nicht ohne Risiken. Denn passen die Mütter nicht auf, kann aus dem Sohn schnell ein verwöhntes Muttersöhnchen werden. Gerade deshalb müssen Mütter von Söhnen lernen trotz inniger Beziehung loszulassen zu können und dem Sohn Freiräume gestatten. Denn gerade Söhne identifizieren sich stark an ihrer Mutter, somit läuft man große Gefahr, dass die gesunde Entwicklung gestört wird.
Während der Vater zwar als Vorbild, aber auch als Konkurrent von Söhnen wahrgenommen wird, bleibt die Rolle der Mutter stets die der Beschützerin, Ernährerin und Führerin. Selten wird angezweifelt, was Mutter sagt. Umso wichtiger ist es, dass Mütter lernen, die Entscheidungsfähigkeit von Söhnen zu fördern und ihre Selbstständigkeit zu genießen. Gerade derzeit ist ein Trend zu beobachten, der Söhne wesentlich länger das berühmte „Hotel Mama" bewohnen lässt, als der Natur der Dinge gut tut. Je später die Mutter sich als „Stütze" zur Vorbereitung auf das Leben aus dem des Sohnes herauszieht, desto schwieriger gestaltet sich dann für den Sohn die Alltagsbewältigung und vor allem Gestaltung zwischenmenschlicher Beziehungen. In einer partnerschaftlichen Beziehung wird dann oft vom Mann nicht die Frau als Partnerin, sondern als Mutterersatz gesucht. |