Was sind eigentlich Verwandtschaftliche Beziehungen

„Intakte Familien sind eine Festung mit vielen Fenstern und Türen zur Außenwelt" sagt ein altes Sprichwort. Der Verfasser ist unbekannt, doch bis heute hat sich an dieser Aussage nichts geändert.

Verwandtschaftliche Beziehungen sind früher und heute ein soziales Ordnungsprinzip. Dieses Ordnungsprinzip wird kulturell unterschiedlich definiert. Denn die biologische Abstammung sowie auch die Herkunft haben eine grundlegende Bedeutung für die verwandtschaftlichen Beziehungen. Somit sind diese vor allem eine gesellschaftliches Konstrukt, das zur Strukturierung der sozialen Beziehung dient. Die unterschiedlichen Verwandtschaftssysteme sind daher sehr komplex, sodass die Ethnologen (Völkerkunde) eine Klassenfikationssystem entwickelt haben und diese Relation der Verwandtschaftlichen Beziehungen sehen so aus: Vater - Mutter, Bruder - Schwester, Sohn - Tochter und Ehefrau und Ehemann. Somit haben Verwandtschaftliche Beziehungen viele Rechte, aber sie sind auch mit sehr vielen Pflichten verbunden.

Die Stellung jeden Familienmitgliedes innerhalb dieser verwandtschaftlichen Beziehungen hat sich im Laufe der Jahrtausende entsprechend der kulturellen Bedürfnisse, moralischen Ansichten und gesetzlichen Voraussetzungen stetig verändert. Auch heute richtet sich die Stellung jeden Familienmitglieds nach jeweils geltenden gesellschaftlichen Richtlinien. Während sich in westeuropäischen Ländern vor Allem die Stellung der weiblichen Familienmitglieder nach Außen gestärkt hat, liegt sie in östlichen und asiatischen Ländern eher immer noch im Mittelpunkt der Familie. Mit der jeweiligen Stellung eines Familienmitgliedes innerhalb dieser verwandtschaftlichen Beziehung sind auch die Rechte und Pflichten verbunden. Traditionell gilt der Vater immer noch als „Ernährer" der Familie und nimmt damit die Stellung des Familienoberhauptes ein. Die Mutter, in westlich orientierten Ländern häufig Mitverdiener, ist der emotionale und organisatorische Mittelpunkt der Familie. Die Stellung der Kinder richtet sich nach Anzahl und Alter. Je höher die „Rangstellung" des Familienmitglieds ist, desto weiter sind die Rechte gesteckt, allerdings auch die Pflichten größer.

Grundsätzliche Pflicht, aber auch Recht der Familie, ist der Schutz. Verwandtschaft verpflichtet zum gegenseitigen Schutz, bietet ihn im Gegenzug jedoch auch als Recht den Familienmitgliedern.